FONDS "ERINNERUNG UND ZUKUNFT"
Auftrag des Fonds "Erinnerung und Zukunft"
Nach Abschluss der Auszahlungen individueller Leistungen durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ an ehemalige Zwangsarbeiter und andere Opfer des Nationalsozialismus bleibt der Fonds „Erinnerung und Zukunft“ als Förderstiftung auf Dauer tätig.
Sein gesetzlicher Auftrag besteht darin, Projekte zu fördern, die der Völkerverständigung, den Interessen von Überlebenden des nationalsozialistischen Regimes, dem Jugendaustausch, der sozialen Gerechtigkeit, der Erinnerung an die Bedrohung durch totalitäre Systeme und Gewaltherrschaft sowie der internationalen Zusammenarbeit auf humanitärem Gebiet dienen. Seit Aufnahme der Fördertätigkeit im April 2002 unterstützt der Fonds vornehmlich internationale Bildungsprojekte, humanitäre Initiativen und Stipendienprogramme.
358 Millionen Euro des Stiftungsvermögens sind in Form einer Kapitalstiftung für den Fonds „Erinnerung und Zukunft“ bestimmt. Aus den Erträgen fördert der Fonds mit jährlich rund sieben Millionen Euro vorrangig internationale Programme und Projekte, die Brücken nach Mittel- und Osteuropa, Israel und in die USA bauen.
Leitlinien
Grundlage der Leitlinien sind die vom Kuratorium am 20. Januar 2005 beschlossenen Leitgedanken des Fonds "Erinnerung und Zukunft":
Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ ist Ausdruck der fortbestehenden politischen und moralischen Verantwortung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft für das nationalsozialistische Unrecht.
Der Fonds „Erinnerung und Zukunft“ unterstützt als Förderstiftung vor allem internationale und interkulturelle Projekte, die den heranwachsenden Generationen eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Regime und totalitärer Gewaltherrschaft ermöglichen.
Der Fonds fördert Projekte, die vor allem junge Menschen ermutigen, historisch bewusst für Völkerverständigung, Demokratie und Menschenrechte sowie den Schutz von Minderheiten einzutreten.
Der Fonds fördert beispielhaft internationale humanitäre Projekte, die vor allem den Überlebenden des nationalsozialistischen Unrechts dienen.
Der Fonds trägt dazu bei, historische Zeugnisse, die sich auf die Shoa und das jüdische Leben davor beziehen, zu erschließen.
Der Fonds fördert im Geiste der Völkerverständigung die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Menschen in Deutschland und jenen Ländern Mittel- und Osteuropas, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gelitten haben, sowie mit Israel und den USA.
Der Fonds leistet einen Beitrag zur Bildung einer Bürgergesellschaft über die Ländergrenzen hinweg und sucht dabei die Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen.
Der Fonds fördert Projekte grundsätzlich nur im Rahmen öffentlich ausgeschriebener Förderprogramme und der darin vorgesehenen jurierten Verfahren. Die Ergebnisse der Fördertätigkeit werden veröffentlicht und evaluiert.
Kontakt
Fonds "Erinnerung und Zukunft"
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Franka Kühn
Tel. +49 (0)30 25 92 97-76
Fax: +49 (0)30-25 92 97-42
E-Mail: kuehn@fonds-ez.de
